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Unsere Fachkompetenz für Ihre Tierpatienten

Gemeinsam mit Ihnen sorgen wir uns um die Gesundheit Ihrer Patienten. Sie leisten die „haus-tier-ärztliche“ Versorgung, wir bieten die „fach-tier-ärztliche“ Ergänzung in einer Reihe von Schwerpunkten an. Damit Sie wissen, wo unsere Stärken liegen, finden Sie unten einige Informationen aus den einzelnen Bereichen.
Vertrauen Sie unserer Kompetenz.

Anästhesie & Intensivmedizin

Leistungen & Spezialgebiete

Inhalationsanästhesie

Die Inhalationsanästhesie ("Gasnarkose") hat den Vorteil, dass das Anästhetikum ("Narkosemittel") nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil vom Körper abgebaut werden muss und ihn somit nur wenig belastet. Bei dieser Anästhesieform ist die Länge und Tiefe der Narkose sehr gut steuerbar und außerdem wird eine recht gleichmäßige Anästhesietiefe erreicht. Da bei Hund und Katze die Inhalationsanästhesie stets als Intubationsanästhesie durchgeführt wird, sind zudem die Atemwege gesichert, zusätzlich erhält der Patient Sauerstoff und kann bei Bedarf sofort beatmet werden. In den meisten Fällen wird die Inhalationsanästhesie jedoch nur zur Erhaltung der Anästhesie genutzt, die Einleitung erfolgt durch Injektionspräparate. Dies ist stressfreier und risikoärmer. Außerdem können auf diese Weise genau die Wirkungen erreicht werden, die der individuelle Patient benötigt. Den Inhalationsanästhetika fehlt die schmerzausschaltende Wirkung, so dass bei Operationen zusätzlich ein Schmerzmittel injiziert werden muss. In unserem Hause kann an jedem Anästhesiearbeitsplatz eine Inhalationsanästhesie durchgeführt werden. Eine kontinuierliche klinische und apparative Überwachung des Patienten ist obligat.

Injektionsanästhesie

Eine Allgemeinanästhesie wird oft durch die intravenöse Gabe von Anästhetika eingeleitet und manchmal auch auf diese Weise ganz oder teilweise erhalten. Durch eine sinnvolle Kombination verschiedener Medikamente können so alle erwünschten Wirkungen (Schlaf, Schmerzfreiheit, Muskelentspannung) erreicht und die Nebenwirkungen minimiert werden. Auch bei der Injektionsanästhesie wird auf eine Sicherung der Atemwege geachtet, bei Bedarf Sauerstoff appliziert und/oder künstlich beatmet sowie kontinuierlich überwacht.

TIVA

Die totale intravenöse Anästhesie ist eine Spezialform der Injektionsanästhesie. Durch die kontinuierliche Zufuhr kurzwirkende Stoffe wird eine gleichmäßige, gut steuerbare Anästhesie erreicht. Da alle Anästhetika die Atmung negativ beeinflussen, wird auch bei dieser Anästhesieform der Patient intubiert, erhält Sauerstoff und wird, wenn nötig, beatmet. Eine adäquate Überwachung des Patienten ist natürlich Standard.

Lokal-/Regionalanästhesie

Die direkte Schmerzausschaltung im Operationsgebiet  vermindert die notwendige Tiefe der Allgemeinanästhesie und damit deren Nebenwirkungen. Außerdem reduziert sie die Stärke von postoperativen Schmerzen. Anders als beim Menschen ist jedoch beim Tier in der Regel zusätzlich eine Allgemeinanästhesie oder sehr starke Sedation (medikamentelle Beruhigung) nötig. Darauf aufbauend ist sie eine sehr sinnvolle Ergänzung. Diverse Techniken der Lokal-/Regionalanästhesie werden in unserem Hause schon seit Jahrzehnten routinemäßig genutzt, so die Epiduralanästhesie bei orthopädischen Eingriffen an der Hintergliedmaße oder die Leitungsanästhesie in der Zahnmedizin.

Narkose- und Intensivbeatmung

Die Wirkungen der Anästhetika auf die Atmung sind häufig Ursache für Zwischenfälle. Eine Beatmung normalisiert die Atemfunktion. Unsere Patienten werden routinemäßig beatmet, wenn die Überwachung einen Hinweis auf eine Atemstörung ergibt. Bedingt durch die Wirkungen der Anästhetika ist dies bei einem Großteil der Patienten der Fall. An allen unseren Anästhesieplätzen in den Operationssälen, der Endoskopie, Zahnbehandlung und Bildgebung kann manuell und maschinell beatmet werden. Patienten mit schweren Verletzungen des Brustkorbs, akutem Lungenversagen, schweren neurologischen Störungen oder andere Intensivpatienten benötigen manchmal ebenfalls eine Beatmung. Auch eine solche Intensivbeatmung kann in unserem Hause (zeitlich begrenzt) durchgeführt werden.

Perioperative Intensivmedizin

Häufig sind Patienten, die anästhesiert werden müssen, sehr krank. Bei diesen wird vor der Operation versucht, sie durch eine entsprechende intensive Therapie (z.B. eine den Laborwertveränderungen angepasste Infusionstherapie) in einen besseren Zustand zu bringen, um so ihr Narkoserisiko zu verringern. Viele Patienten müssen auch postoperativ weiterhin intensiv betreut werden. In manchen Fällen müssen Katheter in zentrale Venen gelegt werden, Sonden in Speiseröhre oder Magen platziert werden und es schließt sich eine längere Infusionstherapie, Sondenernährung und/oder Wundversorgung an. Solche Maßnahmen sind Routine in unserem Hause, Anästhesisten, Chirurgen, Internisten und das hauseigene Labor arbeiten hier Hand in Hand.

 

Schon viele Jahre engagieren wir uns sehr stark im Bereich Wiederbelebung und legen besonderen Wert auf eine gute Ausbildung unserer Mitarbeiter auf diesem Gebiet. Tritt eine lebensbedrohliche Situation auf, dann hat der Patient die besten Chancen, wenn geübte Personen strukturiert vorgehen. Unsere Anästhesisten bilden den Kern des Wiederbelebungsteams der Klinik. Eine regelmäßige theoretische und praktische Schulung aller Mitarbeiter des Hauses und ein Vorgehen nach der entsprechenden internationalen Leitlinie zur Wiederbelebung bei Hund und Katze (RECOVER, http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1476-4431.2012.00757.x/pdf) sind selbstverständlich. 

Individuelle differenzierte perioperative Schmerztherapie

Verschiedene Krankheitszustände verursachen Schmerzen, die eine unterschiedliche Qualität (stechend, dumpf), Intensität und Dauer haben können. Unser Ziel ist es, bei jedem Patienten eine adäquate Schmerzausschaltung zu erreichen. Bei der Konzeption der individuellen perioperativen Schmerztherapie werden zu erwartende Schmerzintensität und -dauer intra- und postoperativ und natürlich bestehende Erkrankungen des Tieres berücksichtigt. Wir nutzen eine Fülle von Wirkstoffen, um unser Ziel zu erreichen, und arbeiten auf der Basis der Empfehlungen der Initiative tiermedizinischer Schmerztherapie, bei der die Leiterin der Abteilung Anästhesie, Frau Prof. Dr. Alef, Mitglied ist.

Konsiliar für Fragen der Narkose von Haus-und Heimtieren und exotischen Spezies

Die Mitglieder der Abteilung, und hier besonders Frau Prof. Dr. Alef, beraten Kollegen gerne bei anästhesiologischen Problemfällen, nach Zwischenfällen, bei Fragen zur Schmerztherapie und bei der Ausstattung ihrer Praxis mit Geräten zur Inhalationsanästhesie und Überwachung.

Besondere Ausstattung

Geräte zur Inhalationsanästhesie im gesamten Operations- und Diagnostibereich

Bei uns kann der Anästhesist ganz nach den Bedürfnissen des Patienten zwischen einer Injektions- oder einer Inhalationsanästhesie entscheiden, da flächendeckend Geräte zur Inhalationsanästhesie zu Verfügung stehen. Außerdem sind so überall und jederzeit die Applikation von Sauerstoff und eine Beatmung möglich. Dies sind zentrale Maßnahmen zur Erhöhung der Patientensicherheit. Alle unsere Geräte sind mit Präzisionsverdampfern zur genauen Dosierung des Anästhesiegases ausgestattet.

Überwachungsgerät zur Überwachung von Atmung, Kreislauf, Temperatur und Narkosegasen an jede Arbeitsplatz

Es ist wichtig, Probleme möglichst frühzeitig zu entdecken, um die Folgen für den Patienten möglichst gering zu halten. Aus diesem Grund ist eine gute Überwachung während einer Allgemeinanästhesie sehr wichtig. Sehen, Hören, Fühlen, also die klassischen Untersuchungsmethoden, sind die Grundlage einer guten Überwachung während der Anästhesie. Aber sie haben Grenzen, so kann eine unzureichende Atmung nur durch den Einsatz von Überwachungsgeräten entdeckt werden. Unsere Überwachungstechnik ermöglicht es uns, wichtige Funktionen des Körpers, aber auch die Funktion der Anästhesiegeräte und Beatmer, kontinuierlich zu überwachen. 

Möglichkeiten zur künstlichen Beatmung na jedem Arbeitsplatz

Nahezu alle Anästhetika beeinflussen die Atmung negativ. Eine ausreichende Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid sind jedoch absolut lebensnotwendig. Die künstliche Beatmung ist die einzig wirkungsvolle Methode, um die unterwünschten Wirkungen der Anästhetika auf die Atmung zu behandeln. Wir setzen sie deswegen routinemäßig bei unseren Patienten ein. Auch eine Beatmung über mehrere Tage, wie sie bei Intensivpatienten unter Umständen notwendig werden kann, ist in unserem Hause möglich.

Infusions-und Spritzenpumpen

Viele Infusionslösungen und intravenöse Medikamente müssen genau dosiert werden. Infusions- und Spritzenpumpen gewährleisten, dass auch der kleinste Patient genau die Dosis erhält, die er benötigt.

Geräte zur Wärmetherapie

Anästhesierte Patienten kühlen schnell aus. Eine normale Körpertemperatur ist aber Voraussetzung für den Abbau von Medikamenten, ein problemloses Erwachen, eine gute Kreislauffunktion, eine ungestörte Wundheilung und das Wohlbefinden des Patienten. Durch entsprechende Geräte im OP und an anderen Anästhesiearbeitsplätzen versuchen wir, ein Auskühlen zu verhindern. Moderne Warmluftgeräte im Aufwachbereich wärmen die Patienten effektiv und risikoarm wieder auf. 

Vernetzung der Überwachungsgeräte, Zentralbildschirm im Arbeitszimmer des Oberarztes

Der anästhesiologische Oberarzt hat durch die computerbasierte Vernetzung der Überwachungsgeräte Einblick in alle Anästhesien. Ein erfahrener Arzt wacht also zusätzlich über die Tiere und hat bei Fragen des jeweiligen Anästhesisten sehr einfach Zugriff auf die Werte der Patienten.

Bildgebende Diagnostik

Leistungen und Spezialgebiete

Röntgendiagnostik (Projektionsradiographie)

Die klassische Röntgendiagnostik ist das bekannteste und mit Abstand am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren bei Tieren. Das Verfahren ist als Screening-Methode bei vielen Erkrankungen nach wie vor unersetzbar. Es ist einfach durchzuführen und bietet schnell einen ersten Überblick bei vielen Erkrankungen. Bei einigen Erkrankungen ist es ausreichend, bei anderen Erkrankungen gibt die Röntgendiagnostik den entscheidenden Hinweis für die weiterführende Diagnostik oder eine initiale Notfalltherapie. Ganz allgemein kann man postulieren, dass die Röntgendiagnostik ihre Stärken bei Lufträumen (z.B. Lunge) und Knochenveränderungen hat.

Durchleuchtung (Fluoroskopie)

Während es sich bei der klassischen Röntgendiagnostik eine Momentaufnahme handelt, wird bei der Durchleuchtung eine Röntgenbild in Echtzeit dargestellt. Dass Verfahren bietet den Vorteil Bewegungsabläufe darzustellen, zum Beispiel bei Schluckstörungen oder unter Röntgenkontrolle Therapien durchzuführen. So können unter Durchleuchtung häufig im Röntgen sichtbare Fremdkörper mit einer Fasszange aus dem Magen entfernt werden, ohne dass der Bauch eröffnet werden muss. Auch die Injektion von Kontrastmitteln wird unter Durchleuchtung erheblich vereinfacht.

Ultraschall (Sonographie)

Im Gegenteil zur Röntgendiagnostik ist die Ultraschalldiagnostik vollkommen unschädlich für Patient und Mensch. Die Sonographie hat sich als ideale Ergänzung zur Röntgendiagnostik etabliert. Luft und Knochen sind die physikalischen Feinde der Sonographie, Flüssigkeiten und Weichteilegewebe (Leber, Milz, Nieren usw.) können jedoch in einer phantastischen Auflösung in Echtzeit dargestellt werden. Es ist schnell verfügbar, die Diagnostik kann im Normalfall am wachen Patienten durchgeführt werden und besitzt in der Hand eines erfahrenen Untersuchers eine hohe diagnostische Sicherheit.

Computertomographie

Basis für die Bildgewinnung bei der Computertomographie sind auch Röntgenstrahlen. Im Unterschied zu der klassischen Röntgendiagnostik (hier wird ein Summationsbild erzeugt, in dem ein dreidimensionales Objekt zweidimensional dargestellt wird) wird bei der CT der untersuchte Bereich virtuell in einzelne Scheiben, vergleichbar einer Salami, "geschnitten". Der Vorteil liegt bei einer extrem genauen überlagerungsfreien Darstellung. Je nach Fragestellung muss zur Verbesserung der Kontrastauflösung mit Kontrastmitteln gearbeitet werden. Generell hat die CT wie bei der Röntgendiagnostik ihre Vorteile bei Luft und Knochen. Nachteilig ist jedoch die notwendige Allgemeinanästhesie.

Magnetresonanztomographie

Magnetresonanztomographie oder auch Kernspintomographie basiert vereinfacht auf der Interaktion von Wasser und Magnetfeldern. Draus ergibt sich auch die Problematik der Darstellung von Knochen und Lunge, beides Gewebe mit wenig Wasseranteilen. Gewebe mit ausreichend Wasser lässt sich extrem gut darstellen. Dies gilt insbesondere für Veränderungen des Zentralen Nervensystems, aber auch für andere Veränderungen, die unter bestimmten Bedingungen sonographisch schlecht zu untersuchen sind. Zusätzlich hat die MRT den Vorteil, dass die Untersuchung computerunterstützt durchgeführt wird und somit die Untersucherabhängigkeit deutlich geringer ist. Auch hier ist zwingend eine Narkose des Tieres erforderlich.

Probengewinnung (Biopsie)

Um Veränderungen endgültig beurteilen zu können, müssen manchmal Gewebeproben gewonnen werden, die dann anschließend mikroskopisch untersucht werden. Hierbei soll einerseits der Patient so wenig wie möglich belastet werden, anderseits aber auch gesichert werden, dass die Probe aus dem veränderten Gewebe stammt. Meistens werden diese Gewebe minimalinvasiv unter Kontrolle der Bildgebung gewonnen. Häufig geschieht dieses mit einer knapp 1 mm dicken Nadel unter Ultraschallkontrolle, manchmal aber auch CT-Kontrolle, in Abhängigkeit von Ort und Art des Gewebes. Die sonographische Biopsieentnahme hat den Vorteil, dass die Position der Biopsienadel in Echtzeit kontrolliert werden kann und die Untersuchung an sich unschädlich ist

Kontrastmitteldiagnostik in der Durchleuchtung (Myelographie, Schluckpassagen, usw.)

Bestimmte Veränderungen können nur unter Verwendung von Kontrastmittel in der Radiologischen Diagnostik dargestellt werden. Dazu gehört zum Beispiel die Myelographie, eine Kontrastmitteldarstellung der Räume rund um das Rückenmark. Mit dieser Methoden können Veränderungen wie Bandscheibenvorfälle diagnostiziert werden.

Kontrastmittelsonographie (CEUS)

Durch den Einsatz von Ultraschallkontrastmitteln können Veränderungen im Weichteilgewebe (Leber, Milz, Niere. usw.) nicht nur wesentlich besser erkannt, sondern auch genauer klassifiziert werden. Im Idealfall sind dann Gewebeproben und die damit verbundene Narkose überflüssig.

HD/ED-Röntgen (auch Obergutachten)

Für die Zuchtzulassung müssen bei den meisten Rassen die Hüften und Ellbögen beurteilt werden. Jeder Zuchtverband hat zwar seinen eigenen Gutachter, die Röntgenbilder können jedoch auch an anderen Stellen angefertigt werden. Die Tiere müssen für die Erstellung in Narkose gelegt werden und in einer bestimmten Art und Weise gelagert werden. Die Klinik für Kleintiere besitzt hierbei eine jahrzehntelange Erfahrung und ist auch für die Erstellung von Bildern für ein Obergutachten zugelassen.

PKD Diagnostik

Vergleichbar mit der HD-Diagnostik müssen viele Katzen vor der Zuchtzulassung auf PKD untersucht werden. Bei PKD handelt es sich um eine dominante vererbte Erkrankung, die zur Bildung von Zysten (Flüssigkeitsgefüllte Hohlräume) in Nieren, Leber, Milz usw.) führt. Die Sonographie kann in der Regel am wachen Patienten durchgeführt werden. Die Klinik für Kleintiere ist als Untersuchungsstelle international anerkannt.

Ektope Ureteren (EU-Untersuchungen)

Für die Zuchtzulassung bei bestimmten Rassen ist eine Untersuchung auf falsch mündende Harnleiter (ektope Ureteren) erforderlich. Die Klinik für Kleintiere führt diese Untersuchungen durch und leitet die Bilder an die entsprechenden Gutachter weiter. Die Diagnostik wird in der Regel am wachen Patienten durchgeführt, manchmal ist es erforderlich, dass die Harnproduktion durch ein Medikament angeregt werden muss.

Shuntdiagnostik (Gefäßmissbildungen)

Gefäßmissbildungen, die zu einer Fehlversorgung der Leber führen, gehören zu den häufigsten angeborenen Missbildungen bei Hund und Katze. Die Klinik für Kleintiere ist eine der wenigen Kliniken, die sich auf die Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen spezialisiert haben. Insbesondere das Hand in Hand von Diagnostik und Therapie sowie der notwendigen Intensivmedizin führen in Kombination mit einer langjährigen Erfahrung zu einer optimalen Betreuung dieser Patienten.

Teleradiologie

Die Spezialisten der Abteilung Bildgebende Verfahren stehen sowohl Besitzern als auch Kollegen für Konsultationen zur Verfügung. Oft kann eine Diskussion unter Kollegen bei kritischen Fällen zu einem Lösungsansatz führen.

Besondere Ausstattung

Röntgen

Digitale höchstauflösende Röntgentechnik mit schneller WLAN-basierter Datenübertragung

Röntgendurchleuchtung

Hochgewindigkeitsdurchleuchtung mit auf den Patienten individuell abgestimmten Lagerungsmöglichkeiten

Ultraschall/Sonographie

Stationäre und mobile Ultraschalldiagnostik mit Kontrastmittelsonographie und Navigation zur exakten Probengewinnung

Computertomographie

Hochauflösender Computertomograph mit computergesteuerter Kontrastmittapplikation

Magnetresonanztomographie

Modernster Magnetresonanztomograph mit auf den Patienten optimal anpassbaren Untersuchungsprotokollen

Bildbearbeitung und -archiv

Bildnachbearbeitungsarbeitsplätze zur Verbesserung der Diagnostik und Archivierung mit Echtzeit 3D Rekonstruktion und Möglichkeit der Teleradiologie zur Befundbesprechung

Chirurgie

Leistungen und Spezialgebiete

Laparoskopie

Über zwei kleine Öffnungen in der Bauchwand können die inneren Organe der Bauchhöhle betrachtet werden und minimalinvasive Eingriffe (z.B. Kastrationen, Probenentnahmen) durchgeführt werden.

Bei großen Hunderassen, insbesondere deutschen Doggen, sollte eine prophylaktische Fixation der Magenwand an der Bauchwand (Gastropexie) zur Vorbeugung einer Magendrehung in Betracht gezogen werden. Dieser Eingriff kann ebenfalls laparoskopisch gestützt erfolgen.

Standard Magen- und Darm-Chirurgie

Zu den am häufigsten durchgeführten Operationen gehören die operative Entfernung von Fremdkörpern aus dem Magen-Darm-Trakt und die Operation der Magendrehung bei großen Hunderassen.  

Standard Urogenital-Chirurgie

Hierzu zählen unter anderem Blasenoperationen und Operationen an den Nieren, den Harnleitern und der Harnröhre.  Geburtshilfliche Maßnahmen, klassische Kastrationen und die Operation der vereiterten Gebärmutter bei der Hündin sind weitere Beispiele für Standard-Eingriffe.

Leberchirurgie (Portosystemischer Shunt)

Der portosystemische Shunt stellt eine angeborene oder erworbene Gefäßfehlbildung dar, welche zu einer unzureichenden Verarbeitung der Nährstoffe aus dem Darm und sogar zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Diagnosestellung und Operation stellen hohe Ansprüche an unsere Tierärzte.

Tumorresektion mit Defektrekonstruktion

Große Tumoren an der Körperoberfläche erfordern eine umfangreiche und genaue Operationsplanung, wobei zum Teil Verschiebeplastiken oder freie Hauttransplantationen angewendet werden müssen.

Nebennierenoperation

Die Entfernung der Nebenniere muss bei Tieren mit tumoröser Entartung  vorgenommen werden. Dieser Eingriff bedarf einer guten internistischen Abklärung vorab. Anschließend müssen die Tiere intensivmedizinisch betreut werden.

Hautplastiken bzw. freie Hauttransplantation

Je nach Lokalisation eines Tumors, kann es nach der Entfernung des Tumors mit eingehaltenem Sicherheitsabstand problematisch werden, die Haut wieder vollständig zu verschließen (vor allem an den Gliedmaßen). In solch einem Fall wird die Haut von anderen Stellen herüber geschwenkt oder eine freie Hauttransplantation vorgenommen. 

Thorakale Eingriffe

Operationen im Brusthöhlenbereich sind schwierige chirurgische Eingriffe und benötigen eine sehr gute anästhesiologische Überwachung; beispielsweise die Entfernung einer Umfangsvermehrung am Herzbeutel oder eines gedrehten Lungenlappens.

Wundversorgung und -rekonstruktion (Vakuumassistierte Wundbehandlung)

Bei schwerwiegenden, nicht heilenden oder sehr großen Wunden mit viel Substanzdefekt, verwenden wir ein neuartiges Prinzip, das aus der Humanmedizin übernommen wurde: die vakuumassistierte Wundbehandlung. Durch einen kontinuierlichen Unterdruck wird die Wundflüssigkeit permanent abgesaugt und die Wunde zu schnellerer Heilung angeregt.

Chylothoraxversorgung

Bei einem Chylothorax sammelt sich Lymphflüssigkeit in der Brusthöhle an. Die möglichen Ursachen sind vielfältig. Neben einer medikamentellen Therapie gibt es verschiedene operative Vorgehensweisen, wie zum Beispiel den Verschluss des Lymphgefäßes (Ductus thoracicus) und die Ablösung des Lymphsammelraumes (cisterna chyli).

Herzbeutelentfernung (Perikardresektion)

Bei tumorösen Erkrankungen am Herzen und aus anderen Gründen kann es zu einem Herzbeutel kommen, einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel. Zur Druckentlastung und für die Probengewinnung kann eine teilweise Entfernung des Herzbeutels erforderlich werden.

Otitisoperationen (Zepp, Ohrablation, Bullaosteotomie)

Aufgrund wiederkehrender, medikamentell nicht mehr behandelbarer Ohrerkrankungen (Otitis media) werden besonders bei prädisponierten Rassen wie Cocker Spaniel oder Französischer Bulldogge Operationen im Gehörgangsbereich notwendig. So wird über eine Erweiterung des Gehörgangs eine bessere Belüftung sichergestellt.  Bei sogenannten end-stage-Otitiden muss der äußere Gehörgang komplett entfernt und die Bulla eröffnet werden. 

Kehlkopflateralisierung

Bei der Larynxparalyse (Kehlkopflähmung) zeigen die betroffenen Tiere Atemprobleme. Bei der Erkrankung ist der Muskel, der für das Öffnen verantwortlich ist, gelähmt, sodass es zu einer Engstelle im Kehlkopfbereich kommt. Bei der Lateralisierung  (Verschiebung zur Seite) wird der Aryknorpel (Stellknorpel) seitlich nach außen verlagert und am Ringknorpel fixiert, damit die Atemluft besser in die Luftröhre einströmen kann.

Bissverletzungen und andere traumatische Wunden (z.B. Pfählung oder Stöckchenverletzung)

Diese Wunden erscheinen äußerlich oft harmlos, unter der Haut kann sich jedoch eine ausgedehnte Wundhöhle befinden. Bissverletzungen gelten per se als infizierte Wunden, da immer Keime aus der Maulhöhle des beißenden Tieres in die Wundhöhle gelangen. Für die Versorgung akuter Verletzungen steht an unserer Klinik ein chirurgischer 24h-Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

Frakturversorgung

Knochenbrüche können auf unterschiedliche Art und Weise versorgt werden. Geschlossene Brüche werden in der Regel mit chirurgischen Platten und Schrauben, offene Brüche über eine äußere Stabilisierung (Fixateur externe) versorgt. Implantate, die unter der Haut liegen, müssen in der Regel nicht wieder entfernt werden. Bei Komplikationen ist eine Entfernung jedoch möglich.

Gelenkoperationen ( Kreuzbandriss [TPLO, TightRope], Femurkopfhalsresektion)

Die häufigste Ursache für eine Lahmheit der Hintergliedmaße ist bei mittelgroßen und großen Hunden ein Riss des vorderen Kreuzbandes. Häufig leiden die betroffenen Patienten an begleitenden Meniskusschäden. Diese werden mit einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) diagnostiziert und entsprechend therapiert. Zur Stabilisierung des Gelenks wird eine Umstellungsoperation (TPLO) vorgenommen, welche das vordere Kreuzband überflüssig macht. Bei kleineren Hunden oder Katzen ist ein Bandersatz außerhalb des Gelenks mit einem speziellen Fadenmaterial (TightRope) möglich. 

Die Femurkopfhalsresektion ist eine Operation im Bereich des Hüftgelenks, bei der der Oberschenkelkopf entfernt wird und sich im Anschluss eine bindegewebige Narbe bildet. Diese Operation wird z.B. bei schwerer Hüftgelenksdysplasie und einem traumatisch ausgerenkten Hüftgelenk durchgeführt. 

Sehnenverletzungen (z.B. Achillessehnenabriss)

Da Sehnen sehr langsam heilen, müssen Sie über spezielle Sehnennähte versorgt und im Anschluss streng ruhig gestellt werden. Bei einer Achillessehnenverletzung ist eine temporäre Fixation des Sprunggelenks in Streckstellung mit einem Fixateur externe oder einem Schienenverband notwendig. 

Gelenkversteifung (Arthrodese)

Die Versteifung eines Gelenks stellt bisweilen die letzte mögliche Lösung zur Versorgung dar. Das Ziel ist hierbei eine komplette Verknöcherung des Gelenks, um eine anhaltende Schmerzfreiheit zu erreichen. 

Arthroskopie

Die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) gehört zu den minimalinvasiven Eingriffen. Über einen kleinen Zugang wird mit einer Kamera das Gelenk sorgfältig inspiziert. Im Gelenk können Eingriffe über einen separaten Arbeitskanal des Endoskops durchgeführt werden. Gelenkspiegelungen werden etwa an Schulter-, Ellenbogen- und Kniegelenken durchgeführt.

Lipomentfernung durch Liposuktion

Oberflächliche, gutartige Fettgewebsgeschwülste (Lipome) können über einen kleinen Hautschnitt durch eine Fettabsaugung verkleinert bzw. komplett entfernt werden. Voraussetzungen sind eine überschaubare Größe des Tumors und klar vorhandene Tumorgrenzen.

Besondere Ausstattung

5 High-end Operationsplätze

Für die bestmögliche Versorgung der chirurgischen Patienten stehen uns fünf High End Operationsplätze in drei Operationssälen zur Verfügung.

Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, werden z.B. Wunden nicht im selben Raum wie Knochenbrüche versorgt. Jeder Platz ist mit einem Inhalationsnarkosegerät mit modernster Patientenüberwachung ausgestattet, sodass das Risiko eines Narkosezwischenfalls so gering wie möglich gehalten wird. 

Endoskopische Eingriffe können u.a. im Gelenk, in der Bauchhöhle oder im Brustkorb vorgenommen werden (siehe Arthroskopie, Laparoskopie bzw. Thorakoskopie).

HD-Video- und Bilddokumentationssysteme für die endoskopische, minimalinvasive Chirurgie

Endoskopische Eingriffe können u.a. im Gelenk, in der Bauchhöhle oder im Brustkorb vorgenommen werden (siehe Arthroskopie, Laparoskopie bzw. Thorakoskopie). Hierfür stehen HD-Kameras und entsprechende Bilddokumentationssysteme zur Verfügung.

Operations-Mikroskop

Aufgrund der Kleinheit der Strukturen am Auge wird hier ein Operationsmikroskop verwendet. Dadurch lassen sich noch so kleine Strukturen einsehen und Eingriffe können mit maximaler Präzision durchgeführt werden. Dies gilt ebenso für neurologische Eingriffe und andere Operationen an sehr kleinen Strukturen.

Elektrochirurgie mit Gefäßversiegelung (LigaSure)

Moderne Elektrochirurgie erlaubt es, Gefäße noch schneller und sicherer zu veröden. Es muss kein Nahtmaterial verwendet werden, sodass es auch nicht zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen kann. Zudem wird die Länge der Narkose hierdurch erheblich verkürzt. Die elektrische Gefäßversiegelung wird auch bei der endoskopischen Kastration eingesetzt.

Mobile Röntgendurchleuchtung (digitale C-Bögen)

Zwei mobile Röntgengeräte (C-Bögen) in zwei verschiedenen Operationssälen ermöglichen Röntgenuntersuchungen noch während einer Operation. So kann beispielsweise bei der Versorgung von Knochenbrüchen intraoperativ die Position der Implantate überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. 

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Leistungen & Spezialgebiete

Abklärung und Behandlung von Erkrankungen der oberen Atemwege

Erkrankungen der oberen Atemwege sind oft mit Niesen, Nasenausfluss, Husten, Atemgeräuschen oder Atemnot verbunden. Da man die oberen Atemwege weder von außen betrachten noch betasten kann, sind häufig Untersuchungen in Narkose notwendig. Dazu zählt die Endoskopie (Spiegelung) von Nase, Nasenrachen, Kehlkopf und Luftröhre sowie in Zusammenarbeit mit der Abteilung für bildgebende Diagnostik die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT).

Eine spezielle Diagnostik wird durch die endoskopische Probenentnahme für pathohistologische, zytologische oder mikrobiologische Untersuchungen möglich.

Multi-Level-Therapie schwerer Atemnot bei brachyzephalen Hunden und Katzen

Die völlig übertriebene Zucht auf Kurzköpfigkeit hat bei einigen sogenannten brachyzephalen Hunde- und Katzenrassen zu einer dauerhaften Verengung der oberen Atemwege geführt. Viele dieser Tiere quälen sich tagsüber bei Belastung oder Wärme und haben auch nachts Erstickungsanfälle. Wir haben in Leipzig moderne Operationsverfahren, die sogenannte Multi-Level-Chirurgie entwickelt, bei denen endoskopisch oder unter dem Operationsmikroskop diese Engstellen erweitert werden. Bei der Ala-Vestibuloplastik werden die äußeren Nasenöffnungen erweitert und die Verschlußfalte des Nasenvorhofs entfernt. In der Nasenhöhle werden mit Hilfe der LATE-Chirurgie verstopfende Nasenmuscheln und einengende Schwellkörper laserassistiert entfernt. Das Gaumensegel wird gekürzt (Staphylektomie), vorgefallene Kehlkopftaschen reseziert und ein instabiler Kehlkopf chirurgisch versorgt.

Abklärung und Behandlung von zuchtbedingten Erkrankungen der oberen Atemwege

Leider wird von den Hunde- und Katzenzuchtverbänden das Problem der Atemnot durch angezüchtete Engstellen zu wenig berücksichtigt und bisweilen auch bewusst ignoriert. Bei den brachyzephalen Tieren (zum Beispiel Mops, französische und englische Bulldogge, Boston Terrier und Perserkatzen) wurde die Nase erst kurz gezüchtet und heute fehlt sie bei vielen Tieren ganz. Auch der Trend, extrem kleine Tiere zu züchten (Miniaturisierung), führt zu einer krankhaften Verengung der oberen Atemwege und zu anhaltender Atemnot.

Die Körper unserer Hunde und Katzen sind kein Spielzeug, das man beliebig verformen darf. 

Endoskopische Intervention und Minimalinvasive Chirurgie im Bereich von Nase, Nasennebenhöhlen und Nasenrachen

Früher mussten bei Erkrankungen der oberen Atemwege die Nasenhöhle, der Nasenrachen oder die Stirnhöhlen chirurgisch aufwendig eröffnet und der schützende Knochen aufgefräst werden. Heute können wir glücklicherweise mit modernsten Endoskopen und speziellen sehr schmalen chirurgischen Instrumenten fast alle diese Operationen minimalinvasiv durch die Nasenöffnung durchführen. So können wir heute Fremdkörper, Polypen oder gutartige Tumore endoskopisch durch die Nasenöffnungen entfernen. Auf dem selben Weg können Pilzinfektionen der Nase und der Stirnhöhle gespült und behandelt werden. Die Weitung nasopharyngealer Stenosen erfolgt durch computergestützte endoskopische Chirurgie oder Laserchirurgie. 

Minimalinvasive Eingriffe im Bereich von Kehlkopf und Luftröhre

Operationen am Kehlkopf, beispielsweise an den Stimmbändern, sind sehr anspruchsvoll und benötigen eine optimale Sicht und besondere Vergrößerung des Operationsfeldes. Dies wird uns möglich, durch ein hochmodernes Operationsmikroskop, das dem Chirurgen eine exzellente Sicht in HD Qualität auf den Kehlkopf bietet.

Bei manchen kleineren Hunderassen, hier besonders der Yorkshire Terrier und der Chihuahua, wird eine sogenannte kollabierende Luftröhre vererbt. Auch hierauf wird in der professionellen Hundezucht viel zu wenig geachtet. Die Auswirkungen auf betroffene Tiere sind schrecklich. Beim kräftigen Einatmen, beispielsweise wenn der Hund sich freut, klappt die Luftröhre zusammen, das Tier bekommt keine Luft mehr und erleidet einen massiven Hustenanfall. In schlimmen Fällen verlieren die Tiere das Bewusstsein wegen akutem Sauerstoffmangel. Während man diese Beschwerden bei milderen Formen mit hustenstillenden Mitteln lindern kann, muss man bei ausgeprägtem Kehlkopf-Kollaps eine innere Stabilisierung einbringen, die ein Zusammenklappen der zu weichen Luftröhrenknorpel beim Einatmen verhindert. Um solche sogenannten "Stents" einzusetzen, müssen wir die Tiere zunächst endoskopieren (die Luftröhre spiegeln), dann im Computertomografen den genauen Durchmesser bestimmen, um abschließend eine genau auf das erkrankte Tier abgestimmte innere Schienung (Stent) einzubringen. All dies erfolgt ebenfalls rein endoskopisch und ohne Chirurgie.

Abklärung und Behandlung von Erkrankungen der Ohren

In der modernen Ohrenheilkunde erlauben die technischen Möglichkeiten, endoskopisch den äußeren Gehörgang, das Trommelfell und das Mittelohr (Bulla tympanica) selbst bei kleinen Hunden und Katzen zu untersuchen und zu behandeln. Minimalinvasiv können Fremdkörper und Polypen aus dem äußeren Gehörgang oder sogar dem Mittelohr entfernt werden. Bei Erkrankungen des Mittelohres kann eine Punktion des Trommelfells (Myringotomie) und Spülung der Bulla tympanica notwendig sein.

 

Endoskopische Punktion des Trommelfells und Absaugen von Schleim

Ein Hörtest (BAER- brain stem auditory evoked response) wird in Zusammenarbeit mit der Abteilung Neurologie angeboten. Auch die Erkrankungen des Innenohres werden mit den Neurologen gemeinsam behandelt. Für bestimmte Erkrankungen des Mittelohres können auch die Kollegen der Abteilung Chirurgie zu Rate gezogen werden und für den äußeren Gehörgang die Dermatologie, Abteilung Inneren Medizin

 

Lasereingriffe in der Urologie

Neben den klassischen HNO-Eingriffen führen wir auch laserchirurgische Eingriffe bei urologischen Patienten durch. Die Harninkontinenz bei jungen Hunden ist häufig Folge angeborener ektoper Ureteren. Dies kann durch einen minimal-invasiven, endoskopischen Eingriff mit Laserlicht (Laserablation) therapiert werden.

Blasensteine oder Steine in der Harnröhre, die zu Entzündungen oder Störungen beim Harnabsatz führen, können mit Hilfe von Laserstrahlen zertrümmert werden (Laserlithotripsie).

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Endoskopischer Blick  auf die Mündungen der Harnleiter in die Blase.

Besondere Ausstattung

Hochauflösende HD-Video-Endoskopie

An zwei hochmodern ausgestatteten Arbeitsplätzen stehen alle zur Untersuchung der oberen Atemwege und der Ohren notwendigen starren und flexiblen Endoskope zur Verfügung.

Sämtliche Untersuchungen und Operationen können in HD Qualität aufgezeichnet werden.

Operationsmikroskop

Ein High-End Operationsmikroskop ermöglicht dem Chirurgen auch bei komplizierten Eingriffen mit einem sehr eingeschränkten Sichtfeld einen gestochen scharfen Blick auf das Operationsfeld.

Laserchirurgie

Die Leipziger HNO-Abteilung entwickelt seit über zehn Jahren neue Operationsmethoden im Bereich der oberen Atemwege und des Ohres. Durch den Einsatz modernster Chirurgie-Laser wird es möglich, praktisch ohne Blutungen und mit einem minimalen Trauma für die Umgebung zu operieren.

Diodenlaser 30 Watt

Ein leistungsfähiger Diodenlaser kommt vor allem bei Operationen innerhalb der Nasenhöhle und an den Schleimhäuten in der Maulhöhle zum Einsatz. Da die Laserenergie dieser Wellenlänge eine kurze Distanz in das Gewebe eindringt, werden tiefer liegende Blutgefäße koaguliert, bevor sie durch den eigentlichen Schnitt durchtrennt werden. Dies gestattet ein nahezu blutungsfreies Operieren. Da das Laserlicht durch eine Faser transportiert wird, kann man es sehr gut bei endoskopischen Eingriffen innerhalb des Körpers einsetzen.

CO₂ Laser 50 Watt

Der Lichtstrahl eines Kohlendioxid-Lasers wird durch ein feines System von Spiegeln ins Operationsfeld geleitet. Damit eignet er sich sehr gut für das Operieren mit dem Operationsmikroskop. Das Laserlicht eines Kohlendioxidlasers wird sofort an der Oberfläche des Gewebes vollständig absorbiert und erlaubt damit Präzisionsschnitte in sehr komplizierten Operationsgebieten wie beispielsweise dem Kehlkopf und dort speziell den Stimmbändern.

Holmium-YAG Laser 50 Watt

Der Lichtstrahl eines Holmium-YAG-Lasers ist gepulst und hat weniger eine thermische, aber dafür eine starke mechanische Wirkung auf das Gewebe – vielleicht vergleichbar einem Miniatur-Hochpräzisions-Presslufthammer.
Das Haupt-Einsatzgebiet des Holmium-Jag-Lasers ist die Laser-Lithotripsie. Dabei werden endoskopisch Steine in der Harnröhre und der Harnblase zertrümmert. Mit dieser mechanischen Wirkung lässt sich aber auch an schwer zugänglichen Stellen Knochen abtragen und in engen Röhrensystemen auch eine Vernarbung entfernen, ohne dass durch Hitzeentwicklung neue Narben entstehen.

 

Hochfrequenz-Jet-Ventilation für Kehlkopf & Luftröhreneingriffe

Wenn man innerhalb der Atemwege operieren muss, wird Atmung in Narkose eine ganz besondere Herausforderung. Dort, wo die Atemluft strömen soll, werden nun plötzlich Instrumente gebraucht. Mit speziellen Beatmungsgeräten können wir solche Herausforderungen sehr gut meistern.

Die Beatmung solcher Patienten kann dabei über einen gepulsten Luftstrahl erfolgen, der extrem wenig Raum benötigt und dennoch eine optimale Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und einen vollständigen Abtransport des im Körper entstehenden CO2 sicherstellt.

Navigation (Computernavigierte endoskopische Eingriffe)

Wenn man im Bereich der komplizierten Röhren der oberen Atemwege operieren muss, kann man sich an bestimmten Landmarken orientieren, um zu wissen, wo man sich gerade befindet. Nach schweren Verletzungen oder bei Tumor-Chirurgie können diese Landmarken fehlen und dennoch muss der Chirurg genau wissen wo die Gewebe liegen, die auf jeden Fall geschont werden müssen. Beispielsweise ist es an der Schädelbasis nicht weit bis zum Gehirn. Für diese Situation nutzen wir ein hochauflösendes Navigationssystem, das uns zu jeder Sekunde anzeigt, wo exakt wir uns im Körper unseres Patienten befinden und wo die Strukturen liegen, die wir unbedingt schonen müssen.

Schwere Verletzungen oder ein wachsender Tumor können die normale Anatomie dramatisch verändern. Die Situation ist etwa vergleichbar mit einem Autofahrer, der jeden Tag seine gewohnte Strecke zur Arbeit fährt und es plötzlich mit einer weiträumigen Umleitung zu tun hat, in ein Gebiet hinein, das er nicht mehr kennt. Dann ist ein Navigationsgerät extrem hilfreich, obwohl man ja eine Strecke fahren wollte, die man üblicherweise sehr gut kennt.
Wir verwenden seit mehreren Jahren ein modernes computernavigiertes System der Firma Karl Storz und sind auch an der Weiterentwicklung dieser Systeme aktiv beteiligt.

Innere Medizin

Leistungen und Spezialgebiete

Gastroenterologie

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, einschließlich der Leber und Bauchspeicheldrüse, kommen bei Hund und Katze sehr häufig vor. Hierzu zählen beispielsweise akute und chronische Entzündungen des Magens (Gastritis), Dünndarms (Enteritis) oder Dickdarms (Kolitis), Motilitätsstörungen, Infektionserkrankungen (z.B. mit Viren oder bakteriellen Erregern), ein Befall mit Magen-Darm-Parasiten (Endoparasitosen), Fremdkörpererkrankungen, Magen- oder Dünndarmgeschwüren (Ulzera), Spangenbildungen (Strikturen) im Bereich der Speiseröhre oder des Dickdarms, Entzündungen oder Gefäßfehlbildungen der Leber und die Entzündung oder ein Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse.

Aufbauend auf einer gründlichen Erhebung des Vorberichts (Anamnese) und einer eingehenden klinischen Untersuchung des Patienten, bedürfen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts häufig weiterer diagnostischer Schritte zur Diagnosefindung. Hierzu gehören u.a. Blut- und andere Laboruntersuchungen, bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall und Spiegelung (Endoskopie) des Magen-Darm-Trakts und die Untersuchung von Zell- und Gewebeproben sowie mitunter auch diagnostische Therapieanwendungen (z.B. Eliminationsdiät). Diese Befunde erlauben die Diagnosestellung und ermöglichen eine optimale Behandlung des Patienten. Nach der Diagnosestellung erfolgt eine an die Bedürfnisse des Patienten individuell angepasste Therapie mit entsprechender Therapiekontrolle. 

Im Bereich der Gastroenterologie, speziell der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (sog. idiopathische Inflammatory Bowel Disease, kurz IBD) bei Hund und Katze, liegt unser Forschungsschwerpunkt.

Endokrinologie

Erkrankungen der inneren Drüsen (z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren, Nebenschilddrüsen) kommen bei Hund und Katze häufig vor und führen in der Regel zu hormonellen Störungen. Hierzu zählen beispielsweise die Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) der Katze und die Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) beim Hund, der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bei Hund und Katze, die Nebennierenunterfunktion (Morbus Addison) beim Hund und die Nebennierenüberfunktion (Morbus Cushing, Conn-Syndrom) sowie die Unter- bzw. Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypo- bzw. Hyperparathyreoidismus).

 

Neben einem gründlichen Vorbericht (Anamnese) und einer eingehenden klinischen Untersuchung des Patienten haben labordiagnostische Untersuchungen in der endokrinologischen Diagnostik eine große Bedeutung. Häufig werden zusätzlich die Befunde bildgebender Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Schnittbildverfahren (CT oder MRT) hinzugezogen. Nach der Diagnosestellung erfolgt eine an die Bedürfnisse des Patienten individuell angepasste Therapie mit entsprechender Therapiekontrolle.

Nephrologie und Urologie

Die diagnostische Abklärung und Behandlung von Erkrankungen der Nieren bzw. der oberen (Nierenbecken, Harnleiter) und unteren Harnwege (Harnblase, Harnröhre), welche bei Hund und Katze relativ häufig auftreten, obliegen dem Spezialgebiet der Nephrologie und Urologie. Zu diesen Erkrankungen zählen unter anderem die akute bzw. chronische Nierenkrankheit (Niereninsuffizienz), Entzündung der Nieren (Glomerulonephritis) bzw. des Nierenbeckens (Pyelonephritis), Harnsteine im Bereich des Nierenbeckens, der Harnleiter oder Harnblase (Urolithiasis), angeborene Fehlbildungen der Harnleiter wie eine Verlagerung (Ektopie) oder Einengung (Stenose) der Mündung in die Harnblase, bakterielle oder sterile Entzündung der Harnblase (Zystitis), Spangenbildung (Striktur) im Bereich der Harnleiter oder Harnröhre sowie eine Harninkontinenz durch verminderten Schließdruck des Harnröhrenschließmuskels (Sphinktermuskelinkompetenz).

 

Gestützt auf einen gründlichen Vorbericht (Anamnese) und die klinische Untersuchung des Patienten spielen die Befunde labordiagnostischer und bildgebender Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Spiegelung (Endoskopie) der Harnwege oder Schnittbildverfahren (CT) eine große Rolle in der Diagnosefindung. Neben der medikamentösen Therapie finden zunehmend auch minimal-invasive interventionelle Verfahren (z.B. Laserchirurgie) Anwendung.

Hämatologie und Transfusionsmedizin

Mit Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe befasst sich das Spezialgebiet der Hämatologie. Hierunter zählen Blutveränderungen durch bestimmte Infektionserkrankungen, immunologisch-bedingte Zerstörung von Blutzellen, Bildungsstörungen im Knochenmark und der Verlust von Blutzellen durch Blutung, eine Störung der Blutgerinnung (Hämostase) mit gestörter Blutstillung oder Übergerinnbarkeit des Blutes, Blutungsneigung (Hämophilie) und bösartige Erkrankungen des Blutes wie Blutkrebs (Leukämie). Im Rahmen der Transfusionsmedizin beschäftigt sich dieses Gebiet weiterhin mit dem therapeutischen Einsatz von Blutprodukten, beispielsweise von Blut oder Blutplasma.

Pneumologie

Erkrankungen der Lunge, einschließlich der unteren Atemwege, des Mittelfells und der Pleura kommen auch bei Hund und Katze mit relativer Häufigkeit vor. Hierzu zählen Entzündungen der Lunge (Pneumonie) oder Bronchien (Bronchitis), Verkrampfung der unteren Atemwege (Asthma), Fremdkörpererkrankungen, Ansammlung von Flüssigkeit im Lungengewebe (Lungenödem) oder in der Brusthöhle (Pleuraerguss) und die verstärkte Einlagerung von Bindegewebe in die Lunge (Lungenfibrose).

 

Neben dem Vorbericht (Anamnese) und der klinischen Untersuchung des Patienten werden in der Regel die Befunde labordiagnostischer und bildgebender Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Schnittbildverfahren (CT) und die Spiegelung (Endoskopie) mit diagnostischer Spülung (Lavage) der Atemwege zur Diagnosestellung herangezogen. In seltenen Fällen ist eine minimal-invasive Probenentnahme von Lungengewebe (Biopsie) angezeigt. Neben der medikamentösen Therapie finden auch minimal-invasive interventionelle Verfahren (z.B. das Einlegen eines Stents zum Offenhalten der Luftröhre) Anwendung.

Internistische Intensivmedizin

Im Rahmen der internistischen Intensivmedizin versorgen wir Patienten mit akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen verschiedener Organsysteme (z.B. Vergiftung, akutes Nieren- oder Leberversagen, hochgradige Blutung, akute Lungenschädigung). Hierbei gewährleisten wir die intensivmedizinische Überwachung und eine gemäß dem Zustand des Patienten individuell gestaltete Therapie, einschließlich Sauerstofftherapie, der Verwendung von Blutprodukten (z.B. Blut- oder Blutplasmatransfusion) und der Ernährung über verschiedene Nahrungssonden oder der Nährstoffversorgung über das Blutgefäßsystem (parenterale Ernährung).

Medizinische Onkologie

Mit der Diagnose und Behandlung von Tumoren (Neoplasien) verschiedener Organe beschäftigen wir uns im Rahmen der medizinischen Onkologie.

Über den Vorbericht (Anamnese) und die klinische Untersuchung des Patienten hinaus, bedarf die Abklärung von Tumorerkrankungen in der Regel weiterer diagnostischer Schritte wie Blutuntersuchung, bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen, Ultraschall, Schnittbildverfahren, Endoskopie) und die Entnahme von Zell- (Zytologie) bzw. Gewebeproben (Histopathologie). Anhand dieser Befunde erfolgt die Beurteilung der Tumoreigenschaften (sog. Tumor-Grading) und die Stadieneinteilung der Tumorerkrankung (sog. Tumor-Staging).

 

Für die Therapie von Tumorerkrankungen führen wir verschiedene Chemotherapien durch. Dabei kann in der Regel zwischen einer Chemotherapie mit dem Ziel der Tumorbekämpfung (konventionelle zytostatische Chemotherapie) und einer solchen, die auf die Stabilisierung der Tumorerkrankung abzielt (metronomische antiangiogene Chemotherapie), gewählt werden. Über das individuelle Chemotherapieprotokoll entscheiden dabei die Eignung und der zu erwartende Erfolg für die entsprechende Tumorerkrankung, der allgemeine Zustand des Patienten und die Wünsche des Patientenbesitzers. Spezialverfahren (z.B. Laserablation von Tumorgewebe im Bereich des Harnblasenhalses, Einlegen eines Stents zum Offenhalten der Harnröhre) lassen sich ebenfalls bei Tumorerkrankungen einsetzen. Für eine onkologische Chirurgie werden Spezialisten der Abteilung Weichteilchirurgie hinzugezogen.

Gynäkologie und Andrologie (Theriogenologie)

Im Rahmen der Fortpflanzungsmedizin beschäftigen wir uns mit Erkrankungen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane, der Bestimmung des optimalen Deckzeitpunkts, der Trächtigkeit und Geburt sowie mit Erkrankungen im Zusammenhang mit der Milchproduktion (Laktation).

Dermatologie

Das Teilgebiet der Dermatologie befasst sich mit Erkrankungen der Haut, hierzu zählen ebenso die Pfoten samt Krallen sowie das äußere Ohr bis zum Trommelfell und der Nasenspiegel. Wie beim Menschen spielen auch in der Tiermedizin allergische Erkrankungen eine immer größer werdende Rolle (z.B. Futtermittel- oder Umweltallergien). Aber auch parasitäre Infektionen (Milben und Flöhe), Hormonstörungen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion [Hypothyreose] oder Nebennierenüberfunktion [Morbus Cushing]), Pilze oder Autoimmunerkrankungen können sich über Veränderungen des Hautbildes, der Fellqualität oder Juckreiz äußern.

 

Der Vorbericht (Anamnese) und die klinische Untersuchung spielen hierbei eine ganz besondere Rolle. Zusätzlich werden aus veränderten Arealen Zellproben (Abklatschzytologie oder Hautgeschabsel) entnommen und diese unter dem Mikroskop beurteilt. Hierbei geht es vor allem um den Nachweis von Bakterien, Hefepilzen oder Milben. Zusätzlich können auch Blutuntersuchungen oder die Entnahme von Hautstanzen (Biopsie) in Narkose notwendig sein. Nach der Diagnosestellung erfolgt eine an die Bedürfnisse des Patienten individuell angepasste Therapie mit entsprechender Therapiekontrolle.

Kardiologie

Die häufigsten Vorstellungsgründe in der kardiologischen Abteilung sind Symptome wie erschwerte Atmung, Husten, Schwäche bis Kollaps oder im Vorfeld aufgefallene veränderte Befunde bei der Auskultation (insbesondere Herzgeräusch, Herzrhythmusstörung) oder bei anderen Voruntersuchungen (z.B. Röntgenuntersuchung, Bluttests).Ziel der kardiologischen Untersuchung ist der Ein- oder Ausschluss einer Herzerkrankung. Je nach gestellter Diagnose besprechen wir mit Ihnen Prognose, Therapiebedarf und die entsprechende Therapieempfehlung.

 

Auf dem Weg zur Diagnose stehen die Anamnese (Erfassen der Vorgeschichte) und die klinische Untersuchung. Aus den dabei erhobenen Befunden ergibt sich, welche weiteren diagnostischen Schritte für Ihr Tier empfehlenswert sind. In Frage kommen in erster Linie die nachfolgend genannten Verfahren. Diese Untersuchungen werden in aller Regel gut toleriert und erfordern weder Narkose noch Sedation.

Infektionsmedizin

Erkrankungen durch Erreger wie Viren (z.B. Parvovirose, Zwingerhusten), Bakterien (z.B. infektiöse Blutarmut, Leptospirose, Salmonellose) und Parasiten (z.B. Bandwurmbefall, Toxoplasmose) sind bei Hund und Katze von großer Bedeutung. Das Spektrum von Erregern und betroffenen Organsystemen ist dabei vielfältig. Je nach Art der Infektion kommen verschiedene diagnostische Verfahren zum Einsatz. Diese beinhalten den direkten (z.B. Nachweis des Erregers durch molekularbiologische Methoden) oder indirekten Nachweis des Infektionserregers (z.B. Nachweis von Antikörpern gegen den Erreger), auf dessen Grundlage die spezifische Therapie abgeleitet wird.

Besondere Ausstattung

Videoendoskopie (flexible und starre Endoskope)

Die Endoskopie ermöglicht die eingehende Untersuchung von Hohlorganen (z.B. Magen-Darmtrakt, Atemwege, Harn- und Geschlechtsapparat) oder Körperhöhlen (z.B. Bauchhöhle) und die gezielte Entnahme von Gewebe- oder Spülproben unter Verwendung eines Endoskops, ohne dass es hierfür einem chirurgischen Eingriff bedarf. Dabei können Veränderungen der Schleimhautoberfläche diagnostiziert und gegebenenfalls auch Fremdkörper entfernt werden. Verschiedene Endoskoptypen (flexible und starre Endoskope) und -größen (Durchmesser und Länge) sowie entsprechendes Zubehör stehen hierfür zur Verfügung.

Dioden- und Holmium:YAG-Laser

Medizinische Lasertechniken eignen sich insbesondere für die Durchtrennung von bindegewebigen Spangen (Strikturen) im Bereich des Harn- und Geschlechtsapparates, Zertrümmerung von Harnsteinen (Lithotripsie) und die Korrektur einer verlagerten Einmündung des Harnleiters in die Harnblase (Ektopie).

Interventionelle Radiologie/Interventionelle Endoskopie

Minimal-invasive interventionelle Verfahren haben den Vorteil, dass ein größerer operativer Eingriff umgangen werden kann. So können beispielsweise Bindegewebsspangen (Strikturen) im Bereich der Speiseröhre mit einem Ballonkatheter unter endoskopischer Kontrolle aufgeweitet werden. Minimal-invasive Lasertechniken erlauben das Zertrümmern von Steinen (Lithotripsie). Durch ihre große Koagulationswirkung und Schneidequalität eignen sich medizinische Laserverfahren ebenfalls für die Durchtrennung von Gewebe (z.B. Fehlbildungen, narbige Gewebespangen). Bei Strikturen oder Tumoren, welche die Harnröhre verlegen und den Harnabsatz behindern, bietet sich die Möglichkeit eines Harnröhren-Stents (Urethra-Stent), um die Harnröhre offenzuhalten. Stents werden auch bei einer Verlegung des Harnleiters (Ureter-Stent) eingesetzt, um den Harnabfluss aufrechtzuerhalten.

Blutbank

Mit der Unterhaltung unserer Blutbank halten wir verschiedene Blutkonserven für die intensivmedizinische Versorgung kritisch kranker Patienten bereit. Diese Blutprodukte umfassen: Konzentrate roter Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrate) und weitgehend zellfreies Blutplasma (gefrorenes Frischplasma). Bei Bedarf besteht die Möglichkeit frisches Vollblut einer Einzelspende zu verabreichen.

 

Mehr über unsere Blutbank erfahren Sie hier: ** LINK ZUM BLUTSPENDEFLYER **

Klinik-Labor

Die meisten labordiagnostischen Untersuchungen (z.B. Hämatologie, Blutchemie, Untersuchung von Harn einschließlich Harnsediment, Gerinnungsprofil und weitere spezielle Labortests) werden in unserem Klinik-Labor durch erfahrenes, medizinisch-technisches Laborpersonal durchgeführt. Das Labor arbeitet dabei mit einer der modernsten Ausstattungen und alle labordiagnostischen Verfahren unterliegen einer ständigen Qualitätskontrolle.

Intensivstation

Die intensivmedizinische Versorgung kritisch kranker Patienten erfolgt auf einer entsprechend hierfür ausgestatteten Intensivstation, mit der Möglichkeit einer 24-stündigen, engmaschigen Überwachung und Therapie des Patienten. Zur Ausstattung der Intensivstation gehören unter anderem ein spezieller Käfig für die Sauerstofftherapie, Apparate für die Erfassung spezifischer Parameter zur Patientenüberwachung (z.B. Elektrokardiogramm, zentraler Venendruck, Pulsoximetrie, peripherer Blutdruck), spezielle Absaugevorrichtungen, Vorrichtungen zur Wärmetherapie, Notfallmedikamente und eine Anzahl verschiedener Patientenboxen mit weichen, gepolsterten Unterlagen.

Neurologie

Leistungen und Spezialgebiete

Therapie komplexer neurologischer Erkrankungen

Wir behandeln schwierig zu therapierende Erkrankungen wie therapieresistente Epilepsie, Myasthenia gravis und Syringohydromyelie.

Myelographie

Es handelt sich hierbei um eine spezielle Röntgentechnik der Wirbelsäule, bei der ein Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt und anschließend eine Röntgenuntersuchung durchgeführt wird. Erkrankungen im Wirbelkanal, insbesondere Einengungen des Rückenmarks, können dadurch sichtbar gemacht werden.

Schnittbildverfahren

Unter diesem Begriff werden die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT) zusammengefasst. Mit beiden Verfahren werden veränderte Strukturen im Inneren des Körpers sichtbar gemacht. Die Computertomografie dient vorwiegend der Darstellung knöcherner Veränderungen der Wirbelsäule und des Schädels sowie in Kombination mit einer Myelographie dem Nachweis von Bandscheibenvorfällen. Die Magnetresonanztomografie eignet sich ideal zum Nachweis von Veränderungen im Weichteilgewebe wie etwa dem Gehirn und dem Rückenmark.

Optische Navigation

Mit dieser Methode werden computergestützt zielgenau Gewebeproben von erkrankten Regionen des Gehirnes entnommen, wobei das umliegende gesunde Gewebe weitgehend geschont wird.

Elektrodiagnostik

Durch Messungen der elektrischen Aktivität von Muskeln und Nerven lassen sich Erkrankungen des peripheren Nervensystems, deren Ursachen also nicht in Gehirn oder Rückenmark liegen, diagnostizieren. Auch kann mit solchen Messungen objektiv untersucht werden, ob ein Tier ein beeinträchtigtes Hörvermögen hat oder im ungünstigsten Fall sogar völlig taub ist (Audiogramm).

 

Liquoranalyse

Bei der Liquoranalyse wird Gehirn- bzw. Rückenmarksflüssigkeit durch eine Punktion gewonnen und analysiert, um so bestimmte Erkrankungen des Nervensystems feststellen zu können.

Wirbelsäulenoperationen

Wir führen alle etablierten Operationen durch, um Erkrankungen der Wirbelsäule und des Rückenmarkes zu behandeln. Häufigste Gründe für Operationen der Wirbelsäule stellen Bandscheibenvorfälle, die "Wobbler-Erkrankung" und die lumbosakrale Stenose dar. In unserer Klinik stehen spezielle chirurgische Operationsmethoden wie zum Beispiel das C-Lox System zur Versorgung von chronischen Bandscheibenvorfällen in der Halswirbelsäule, das Kishigami Atlantoaxiale Tension Band und Osteosyntheseeinheiten zur Versorgung von Wirbelfrakturen zur Verfügung.

Gehirnchirurgie

Wir führen Operationen am Gehirn durch, um angeborene Erkrankungen, die Folgen von Kopfverletzungen oder Tumorerkrankungen zu behandeln. Eine spezielle Operationsmethode am Gehirn ist die Implantation eines ventrikuloperitonealen Shuntes zur Behandlung eines Wasserkopfes Dabei wird ein von außen nicht sichtbarer Schlauch aus dem Gehirn unter der Haut bis in den Bauchraum gelegt, um die überschüssige Flüssigkeit aus dem Gehirn abzuleiten.

 

Neuroanästhesie

Zur Durchführung von neurochirurgischen Eingriffen an Gehirn und Rückenmark sind spezielle Narkoseverfahren und eine dem Eingriff angepasste Narkoseüberwachung nötig, um der Gefahr von intraoperativen Narkosezwischenfällen vorzubeugen. In unserer Klinik kümmern sich daher spezialisierte Narkoseärzte um die Anästhesie Ihres Tieres.

Besondere Ausstattung

Computertomographie

Die Computertomografie ist ein Verfahren, bei dem unter Nutzung von Röntgenstrahlen Schnittbilder jeder beliebigen Körperregion angefertigt werden können. Sie dient insbesondere der Darstellung knöcherner Strukturen.

3-Tesla Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie ist ein Verfahren, bei dem unter Nutzung von Magnetfeldern Schnittbilder der inneren Organe und der Muskulatur angefertigt werden können.

Elektrodiagnostikeinheit

Dieses Gerät ermöglicht die Messung der elektrischen Aktivität von Gehirn (Elektroenzephalogramm; EEG), Ohr (Audiogramm; BAER), Muskeln (Elektromyogramm; EMG) und Nerven (Elektroneurografie; NLG).

Intraventrikulärer Druckmesser

Dieses Gerät misst mit einer sehr kleinen, in das Gehirn eingebrachten Sonde den Druck im Gehirn und ermöglicht so, die Behandlung nach einer Kopfverletzung oder bei einem Wasserkopf den individuellen Bedürfnissen des Patienten anzupassen.

Ophthalmologie

Leistungen & Spezialgebiete

Untersuchung der Sehfähigkeit

Skiaskopie 

Mit dieser Untersuchungsmethode kann auch ohne Mithilfe des Patienten die Sehschärfe bestimmt werden.

Elektroretinogramm 

Ein Lichtblitz verursacht eine elektrische Aktivität der Stäbchen und Zapfen in der Netzhaut. Diese Spannungsänderung kann aufgezeichnet werden und so objektiv die Funktion der Netzhaut wiedergeben.

 

Zuchtuntersuchungen (DOK)

Die Mitglieder des Dortmunder Kreises (DOK) haben sich einer strengen Aufnahmeprüfung unterzogen und verfügen neben der notwendigen Ausrüstung über eine langjährige Erfahrung in der Ophthalmologie. Rassehunde, mit welchen gezüchtet werden soll, werden im Rahmen eines großangelegten Projektes (u.a. in Kooperation mit dem VDH) vorab auf potentiell erbliche Augenerkrankungen untersucht, um gesunde Nachkommen zu erhalten.

Hornhautchirurgie

Für die Erhaltung der Sehfähigkeit ist die Transparenz der Hornhaut von großer Bedeutung. Ein breites Spektrum zahlreicher filigraner Operationsmethoden bis hin zur Hornhauttransplantation hat dieses Ziel.

Operationen im Auge

Grauer Star

Viele Tiere erkranken im Laufe ihres Lebens, z.B. im Zusammenhang mit einer Zuckererkrankung oder aus genetischen Gründen, an einem grauen Star (Katarakt) und drohen zu erblinden. Damit muss sich heute kein Tierbesitzer mehr abfinden.

Bei der Kataraktoperation wird über einen kleinen Zugang am Hornhaut-Lederhaut-Übergang das getrübte Linsenmaterial zunächst durch Ultraschall zerkleinert und anschließend über ein Spül-Saug-System aus dem Auge befördert. Das Einsetzen einer Kunstlinse bewirkt, dass Hund, Katze und Kaninchen anschließend wieder sehen können.

Linsenluxation

Bestimmte Rassen neigen leider bedingt durch eine Schwäche im Aufhängeapparat der Augenlinse zu einer Verlagerung der Linse im Auge. Dies führt zu Schädigungen im „Mikrokosmos“ Auge bis hin zum grünen Star. Aus diesem Grund muss die Linse dann über einen intraokulären Eingriff entfernt werden.

Laserchirurgie

Grüner Star

Liegt ein grüner Star (Erhöhung des Augeninnendruckes) vor, kann man mit Hilfe eines Diodenlasers den Ort der Kammerwasserbildung partiell zerstören und damit den Augeninnendruck senken.

Tumoren im Auge 

Bei Tumorerkrankungen im Auge droht immer der Verlust des Auges.

Die häufigsten Tumoren im Auge sind Melanin-haltige Tumoren der vorderen und hinteren Aderhaut. Diese lassen sich mit dem Diodenlaser im Non-Kontakt-Modus bekämpfen.

Kryochirurgie

Sehr tiefe Temperaturen (in Kontakt- oder Sprayverfahren) werden am Auge z.B. bei bestimmten Lid- und Bindehauttumoren oder aber auch bei ausgeprägten Hornhautpigmentierungen angewendet.

Lidkorrekturen

Zu große Lidspalten (z.B. bei Kurzkopf- oder Riesenrassen) und Lidfehlstellungen verursachen eine unzureichende Verteilung des Tränenfilmes auf der Hornhaut und können selbst (z.B. durch die Reibung der Lidbehaarung) die Hornhaut reizen. Beides kann zu Augen-bedrohlichen Hornhauterkrankungen führen. Aus diesem Grund werden Lidkorrekturen zur Gesunderhaltung des Auges und nicht aus kosmetischen Gründen durchgeführt. 

Besondere Ausstattung

Skiaskop

Das Gerät dient der Messung der Sehschärfe. Besonders für Dienst- und Arbeitshunden ist dieses objektive Verfahren zur Bestimmung der Sehfähigkeit von Bedeutung.

Elektroretinogramm (ERG)

Ein Lichtblitz verursacht eine elektrische Aktivität der Stäbchen und Zapfen in der Netzhaut. Diese Spannungsänderung kann aufgezeichnet werden und so objektiv die Funktion der Netzhaut wiedergeben.

OP-Mikroskop

Eine zehnfache Vergrößerung der Strukturen ermöglicht filigranes Arbeiten am und im Auge durch den Operateur und über einen sogenannten „Mitbeobachter“ auch für den Assistenten. Die Operationen werden auf einen Monitor übertragen und können somit von Studenten mitverfolgt sowie auch aufgezeichnet werden.

Phakoemulsifikationsgerät

Phakos = griechisch: Linse. Das Linsenmaterial wird mit Ultraschall zerkleinert, in eine Emulsion verwandelt und mit einer Spül-Saug-Vorrichtung aus dem Auge abtransportiert.

Dioden-Laser direkt und indirekt

Der Laserstrahl kann z.B. für die Therapie des grünen Stares direkt auf die Lederhaut gerichtet werden.

 

Für die Tumorbehandlung im Auge und die Behandlung der Netzhaut wird der Laserstrahl über eine am Kopf des Tierarztes befestigte Vorrichtung (Kopfophthalmoskop) in das Auge geleitet. 

  • Kontakt

    Universität Leipzig
    Veterinärmedizinische Fakultät
    Klinik für Kleintiere
    An den Tierkliniken 23
    04103 Leipzig

    Telefon: +49 341 9738-700
    Telefax: +49 341 9738-799
    info@kleintierklinik.uni-leipzig.de

  • Sprechstunden

    Für Untersuchungen und Behandlungen ist eine Terminabsprache
    erforderlich. Wenn möglich, sollte eine Über­weisung des Haus­tier­arztes vor­liegen.

    Termine vereinbaren:
    Mo – Fr: 8.00 – 16.30 Uhr
    Tel. 0341 9738711

  • Notdienst

    Für akute Notfälle bie­ten wir einen 24-stün­digen Not­dienst an.

    Bitte wählen Sie die Notdienst-Nummer nur bei akuten Notfällen und nicht bei all­ge­meinen Auskünften.

    Notdienst-Nummer:
    0341 9738781